Brot, Gedanken eines Landwirts

 
                                                         Brot, Gedanken eines Landwirts
 
in den nachfolgenden Abschnitten wollen wir die vielen Arbeitsschritte in der Landwirtschaft von der Vorbereitung des Ackerbodens, der Aussaat bis zur Ernte und Abgabe des Getreides in der Mühle darstellen und in Form einer Fragestellung zum Nachdenken anregen, ob es nicht Analogien zu unserem Glaubensleben gibt.
In der Landwirtschaft - unabhängig der angebauten Früchte (Spargel, Kartoffeln, Gemüse, Getreide und auch Gras usw.) - ist die Natur der Taktschläger für die Arbeitsabläufe. Wintergetreide kann nicht im Frühjahr ausgebracht werden. Alles hat seine Zeit. Darüber hinaus ist der Landwirt bei Freilandanpflanzungen von der Witterung und intakten Umwelt abhängig. Regen, Sonne, Wärme oder Kälte im Winter sind im richtigen Maß und passender Zeit für das Wachstum notwendig und förderlich. Im Übermaß oder zu falscher Zeit sind Regen und Hagel, sengende Sonne, Sturm und Orkan schädlich oder können eine Ernte teilweise oder ganz zunichtemachen.
Und immer wieder muss sich der Landwirt jedes Jahr den Mühen, den wirtschaftlichen Risiken und der Abhängigkeit von der Witterung stellen.
Wird diese Arbeit noch gewürdigt?
 
 
Was gilt für das Glauben?
 
Auch der Glauben muss gesät werden. Auch er beginnt mit einer zarten Wurzel, die heranwächst, Nahrung benötigt, geschützt und gepflegt werden muss, um Frucht für sich und andere zu bringen. Was für die Natur die Witterung, ist für uns Menschen die Gesellschaft, in der wir uns bewegen. Eine Gesellschaft, welche freundlich, hilfsbereit, fördernd aber auch unfreundlich, aggressiv, verführend und gleichgültig daherkommt. An deren Gestaltung sind wir als verantwortungsbewusste und denkende Menschen – als Christen besonders - mit verantwortlich. Dies bedeutet Arbeit, Mühe, immer wieder dazulernen, Enttäuschung, aber auch innere Freude, wenn wir einer Sache oder einem Menschen weitergeholfen haben.
 
Wird diese Aufgabe noch erkannt?